Kreis hilft Geflüchteten bei der Wohnungssuche

„Fit für die Wohnung“

Das Kommunale Integrationszentrum (KI) des Kreises Minden-Lübbecke blickt zufrieden auf den Start des Projektes „Fit für die Wohnung“ für Menschen mit Zuwanderergeschichte zurück. In dieser Schulungsreihe, an der im vergangenen Jahr 21 Menschen teilgenommen haben, hilft das Integrationszentrum Neuzugewanderten, vor allem Menschen mit Fluchthintergrund, bei der Suche und Anmietung einer eigenen Wohnung. Der nächste Durchlauf des Projektes startet im Februar.

Wie funktioniert die Schulungsreihe? In mehreren Modulen erhalten die Teilnehmer Informationen über wichtige Grundlagen für ein Mietverhältnis. Es geht dabei um Themen wie Mülltrennung, Mietvertrag, Verbrauchswesen, Wohnungssuche und Nachbarschaft, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Die Inhalte hat das Kommunalen Integrationszentrum gemeinsam mit den Integrationsbeauftragten aus den Städten und Gemeinden Espelkamp, Hüllhorst, Petershagen, Porta Westfalica, Preußisch Oldendorf und Rahden entwickelt. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer können sich über die unterschiedlichen Inhalte in Bezug auf eine Wohnungsanmietung informieren und dabei konkrete Fragen mit verschiedenen Dozentinnen und Dozenten besprechen.

Durchgeführt werden die einzelnen Schulungsmodule in Kooperation mit der Verbraucherzentrale Minden-Lübbecke, dem Amt pro Arbeit/Jobcenter, Haus und Grund sowie dem Mieterbund. Darüber hinaus wird auch von einer interkulturellen Trainerin ein Schulungsmodul angeboten, teilt der Kreis mit. Die Teilnahme an den jeweiligen Modulen werde schriftlich bestätigt und könne bei einer Wohnungsbesichtigung dem Vermieter vorgezeigt werden.

Darüber hinaus hat das KI die den „Elternratgeber Schule“ des Kreises Minden-Lübbecke herausgegeben. Die Broschüre ist aktuell in zwölf Sprachen erhältlich: Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch, Russisch, Türkisch, Farsi, Tigrinisch, Kroatisch, Rumänisch, Polnisch und Kurdisch. Im Verbund der Kommunalen Integrationszentren nutzen 13 der insgesamt 54 Institutionen in NRW diesen Ratgeber mit.

Und das Interesse ist vorhanden: Insgesamt 5.410 Ratgeber von 85 Stellen wie zum Beispiel Kindergärten, Schulen, Städte und Gemeinden, Ehrenamtlichen, Ehrenamtsorganisationen und sonstigen Institutionen wurden im Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Minden-Lübbecke im vergangenen Jahr angefragt. Sie sind außerdem an verschiedenen öffentlichen Stellen wie zum Beispiel im Gesundheitsamt, der Schulberatungsstelle oder dem Serviceschalter des Kreishauses, Portastraße 13 in Minden, ausgelegt.

Das Kommunale Integrationszentrum wurde im Jahr 2013 eingerichtet mit dem Ziel, die Integrationsarbeit im Mühlenkreis zu stärken. Es ist vor Ort koordinierend und beratend tätig. Schwerpunkte der Arbeit sind laut Kreis die beiden Säulen „Bildung“ und „Integration als gesellschaftliche Querschnittsaufgabe“.

 

Foto: Hanschke/dpa (© Michael Hanschke), MT. 

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