„Minden ist unsere Stadt, eine Stadt der Vielfalt und der Nächstenliebe.“

1.500 Menschen setzen in Minden ein Zeichen gegen den Rechtsruck

 

Die vom Bündnis Minden gegen Rechts initiierte Mahnwache gegen den Rechtsruck hat die Erwartungen der Organisatoren deutlich übertroffen. Nach Schätzungen der Polizei haben sich etwa 1.500 Menschen auf dem Kleinen Domhof versammelt, um nach den Morden in Hanau und den Razzien gegen eine rechte Terrorzelle auch in Minden ein Zeichen zu setzen. Die Veranstalter sprachen von bis zu 2.500 Menschen. Angemeldet war die Demonstration für etwa 300 Personen, die Gespräche dazu liefen allerdings noch vor dem Terroranschlag von Hanau. Die Polizei war mit mehreren Teams im Einsatz, es kam aber weder auf dem Platz selbst, noch im Umfeld der Veranstaltung zu Störungen, sagte Einsatzleiter Martin Weynans.

Etwa 50 Organisationen und Initiativen hatten sich dem Aufruf von Minden gegen Rechts angeschlossen, darunter neben Parteien wie SPD, CDU, Bündnis 90 und Linke auch der DGB, die Gewerkschaft der Polizei und die türkisch-islamische Gemeinde. Mit Blick auf die Festnahmen der vergangenen Woche erinnerte Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) in seiner Rede an die rechtsextremen Gewalttaten von Rostock-Lichtenhagen und Solingen sowie die Mordserie des NSU und sagte: „Die Gewalt ist nicht vom Himmel gefallen. Wir müssen Schluss machen mit dem Relativieren der rechten Gefahr.“ Alle seien gefordert, dieser Entwicklung die Stirn zu bieten: „Minden ist unsere Stadt, eine Stadt der Vielfalt und der Nächstenliebe.“

MT- (© Foto: Henning Wandel)

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